Das Wichtigste in Kürze
- Grobe Raummaße, Fenster, Türen und alle Anschlüsse notieren. Das genaue Aufmaß übernimmt später der Planer vor Ort.
- Klären, wer die Küche wie oft nutzt und wie viele Personen gleichzeitig darin arbeiten.
- Festhalten, was untergebracht werden muss: Vorräte, Töpfe, Kleingeräte, Mülltrennung.
- Gerätewünsche nach Priorität sortieren, nicht nach Marke.
- Inspirationsbilder sammeln und notieren, was Ihnen daran gefällt.
- Einen ehrlichen Budgetrahmen und einen Wunschtermin festlegen.
Raum und Maße: Was Sie vorher messen sollten
Für das erste Gespräch brauchen Sie keine millimetergenauen Werte. Grobe Maße reichen, damit der Planer erste Varianten zeichnen kann. Wichtiger als die Genauigkeit ist, dass nichts fehlt. Ein Heizkörper oder eine Fensterbank, die erst später auffallen, können eine fertige Planung kippen.
- Länge jeder Wand, auf der Küchenmöbel stehen könnten
- Raumhöhe und eventuelle Dachschrägen, Balken oder Vorsprünge
- Fenster: Position, Breite, Höhe der Fensterbank und Öffnungsrichtung
- Türen: Position und in welche Richtung sie aufgehen
- Heizkörper, Lichtschalter und Steckdosen
- Wasser- und Abwasseranschluss
- Starkstromanschluss für Herd oder Kochfeld
- Ob eine Abluftleitung nach außen möglich ist (Mauerdurchbruch, Mietwohnung)

Machen Sie zusätzlich von jeder Wand ein Foto. Darauf erkennt der Planer Details, die in keiner Skizze stehen, etwa die Lage von Rohren oder den Zustand der Wände. Das verbindliche Aufmaß nimmt Ihr Küchenplaner später vor Ort, bevor die Küche bestellt wird.
Wer nutzt die Küche und wie?
Die beste Küche ist die, die zu Ihrem Alltag passt. Deshalb fragt ein guter Planer zuerst nach Ihren Gewohnheiten und erst danach nach Fronten und Farben. Überlegen Sie vorab:
- Wie viele Personen leben im Haushalt, und wie oft wird gekocht?
- Kochen Sie meist allein oder oft zu zweit?
- Wie groß sind die Personen, die am meisten in der Küche arbeiten? Davon hängt die Arbeitshöhe ab.
- Soll in der Küche gegessen werden, und wenn ja, wie viele Plätze brauchen Sie?
- Ist die Küche offen zum Wohnraum, und kommen oft Gäste?
- Gibt es Kinder im Haus oder Anforderungen an Barrierefreiheit?
Faustregel Arbeitshöhe
Die Arbeitsplatte sollte etwa 10 bis 15 cm unter Ihrem Ellenbogen liegen, wenn Sie aufrecht stehen. Messen Sie das bei den Hauptnutzern einmal nach und bringen Sie die Werte mit. Richtwerte nach Körpergröße finden Sie in unserem Ratgeber zu Küchenmaßen und Arbeitshöhen.
Stauraum: Was muss untergebracht werden?
Stauraum fehlt fast immer an der falschen Stelle. Am einfachsten planen Sie ihn, wenn Sie Ihre jetzige Küche einmal kritisch durchgehen: Was steht dauerhaft auf der Arbeitsplatte, weil kein Platz im Schrank ist? Was holen Sie täglich, was nur zweimal im Jahr?
- Vorräte: eher viel auf Vorrat oder wenig und frisch?
- Töpfe, Pfannen, Bleche und große Schüsseln
- Kleingeräte wie Kaffeemaschine, Küchenmaschine oder Toaster
- Mülltrennung: Wie viele Behälter brauchen Sie?
- Putzmittel, Tücher und Staubsauger
- Geschirr, Gläser und Besteck für den Alltag und für Gäste

Geräte: Welche Wünsche stehen fest?
Sie müssen beim ersten Termin noch keine Modelle kennen. Hilfreich ist eine Liste, sortiert nach dem, was Ihnen wichtig ist und was optional wäre. Die Geräte bestimmen viele Maße der Planung, etwa die Breite der Schränke und die Position der Anschlüsse.
- Kochfeld: Induktion, Glaskeramik oder Gas, mit integriertem Abzug oder ohne
- Dunstabzug: Umluft oder Abluft, als Haube, Deckenlüfter oder im Kochfeld
- Backofen auf Arbeitshöhe oder klassisch unter dem Kochfeld
- Zusatzgeräte wie Dampfgarer, Mikrowelle oder Wärmeschublade
- Kühlschrank: Größe, mit oder ohne Gefrierteil, separater Gefrierschrank
- Geschirrspüler, eventuell erhöht eingebaut
- Vorhandene Geräte, die Sie weiter nutzen möchten, mit Modellnummer und Maßen
Küchenform und Stil
Ob L-Küche, U-Küche, Zeile oder Kochinsel, ergibt sich meist aus dem Raum und den Laufwegen. Wie Spüle, Kochfeld und Kühlschrank am besten zueinander liegen, erklärt unser Ratgeber zum Arbeitsdreieck in der Küche. Haben Sie trotzdem einen klaren Wunsch, etwa eine Insel als Treffpunkt, sagen Sie es gleich am Anfang. Dann kann der Planer prüfen, ob der Raum die nötigen Abstände hergibt.

Für den Stil helfen Bilder mehr als Beschreibungen. Sammeln Sie fünf bis zehn Beispiele und notieren Sie zu jedem, was Ihnen daran gefällt: die Farbe, die Griffe, die Arbeitsplatte oder das Licht. Das ist für den Planer aufschlussreicher als das Bild allein.
- Fronten: matt oder glänzend, mit Griff oder grifflos
- Arbeitsplatte: Keramik, Quarzkomposit, Naturstein, Holz oder Laminat
- Farben und Materialien, die zu Boden und Wohnraum passen sollen
- Beleuchtung: Arbeitslicht, Stimmungslicht, Licht in Schränken
Budget und Zeitplan
Viele Kundinnen und Kunden zögern, ihr Budget zu nennen. Dabei ist es die wichtigste Information für eine passende Planung. Ein ehrlicher Rahmen hilft dem Planer, an den richtigen Stellen zu investieren und an anderen zu sparen. Klären Sie außerdem, was im Budget enthalten sein soll:
- Möbel, Arbeitsplatte und Elektrogeräte
- Lieferung und Montage
- Anpassung von Wasser- und Elektroanschlüssen
- Abbau und Entsorgung der alten Küche
Beim Zeitplan gilt: Rechnen Sie vom Wunschtermin rückwärts. Zwischen Auftrag und Montage liegen bei einer Einbauküche in der Regel mehrere Wochen Lieferzeit. Bei Neubau oder Renovierung sollte die Küchenplanung deshalb früh beginnen, oft schon, wenn Elektro- und Wasserleitungen verlegt werden.
Was Sie zum Termin mitbringen sollten
Diese Liste können Sie direkt abhaken. Je mehr davon vorliegt, desto konkreter wird schon die erste Planung.
- Skizze des Raums mit groben Maßen und allen Anschlüssen
- Fotos von jeder Wand
- Bauplan oder Grundriss, falls vorhanden
- Liste der gewünschten Geräte, nach Priorität sortiert
- Inspirationsbilder mit Notizen
- Budgetrahmen
- Wunschtermin für die Montage



