Das Wichtigste in Kürze
- Eine Renovierung lohnt sich, wenn Grundriss und Küchenschränke in gutem Zustand sind.
- Eine Neuplanung ist sinnvoll, wenn Laufwege, Stauraum oder die Substanz nicht mehr passen.
- Fronten tauschen geht nur, wenn die Korpusse zu den neuen Fronten passen.
- Der Zustand der Korpusse, vor allem bei Feuchtigkeit, entscheidet über den Aufwand.
- Vergleichen Sie Budget, Aufwand und Ausfallzeit für beide Wege.
- Eine Besichtigung des Bestands verhindert Fehlentscheidungen.
Die zentrale Frage
Die Entscheidung hängt nicht an der Optik allein. Entscheidend ist, ob das Fundament Ihrer Küche noch taugt: die Schränke, der Grundriss und die Anschlüsse. Neue Fronten verändern das Aussehen, aber nicht die Aufteilung.
- Gefällt Ihnen die Aufteilung der Küche noch?
- Sind die Schränke stabil und unbeschädigt?
- Haben Sie genug Stauraum?
- Passen die Geräte noch zu Ihrem Alltag?
Wann Renovieren reicht
Eine Renovierung ist sinnvoll, wenn nur die Oberflächen oder einzelne Teile nicht mehr gefallen. Typische Fälle sind:
- Fronten und Griffe sind aus der Mode oder verschlissen, die Korpusse sind in Ordnung.
- Die Arbeitsplatte ist beschädigt, der Rest ist intakt.
- Einzelne Geräte sind defekt oder veraltet, die Nischenmaße lassen einen Austausch zu.
- Der Grundriss funktioniert, und Sie möchten ihn nicht verändern.
Bei Frontenwechsel müssen die Maße der Korpusse zu den neuen Fronten passen. Welche Oberflächen es gibt und wie sie sich im Alltag verhalten, zeigt unser Vergleich der Küchenfronten. Zur Arbeitsplatte finden Sie Hinweise im Vergleich der Arbeitsplatten.
Wann eine Neuplanung besser ist
Eine neue Küche lohnt sich, wenn die Ursache tiefer liegt als die Oberfläche.
- Die Laufwege passen nicht mehr zu Ihrem Alltag. Mehr dazu im BeitragDas Arbeitsdreieck in der Küche.
- Der Stauraum reicht nicht, und die Schränke lassen sich nicht ergänzen.
- Die Korpusse sind beschädigt, aufgequollen oder durch Feuchtigkeit geschädigt.
- Sie möchten Raum und Anschlüsse verändern, etwa eine Kochinsel oder eine offene Küche.
- Mehrere Geräte müssen ausgetauscht werden und passen nicht in die vorhandene Planung.

Bestand prüfen
Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie Ihre Küche systematisch ansehen. Diese Punkte helfen bei der Einschätzung:
- Sind Korpusse und Böden im Unterschrank trocken und fest, vor allem unter der Spüle?
- Lassen sich Schubladen und Türen noch sauber bewegen?
- Sind die Kanten intakt, oder lösen sie sich?
- Passen die Maße der Schränke zu den neuen Fronten oder Geräten?
- Wie alt sind Elektro- und Wasseranschlüsse, und sind sie noch zeitgemäß?

Budget und Aufwand vergleichen
Vergleichen Sie beide Wege nach denselben Kriterien. Einen Preis nennt eine Aufstellung erst, wenn der Bestand bekannt ist. Dann lässt sich auch abschätzen, wie viel Arbeit auf Sie zukommt.
- Umfang: einzelne Teile oder die ganze Küche
- Ausfallzeit: Wie lange können Sie die Küche nicht nutzen?
- Folgearbeiten: Elektro, Wasser, Boden und Wand
- Qualität: Passt das Ergebnis zu Ihren Erwartungen an Haltbarkeit?
Welche Faktoren den Preis einer Einbauküche bestimmen, erklärt der Beitrag Was kostet eine Einbauküche?.
So gehen Sie vor
Sammeln Sie zuerst Fotos, Maße und eine Liste dessen, was Sie stört. Die Fragen aus unserer Checkliste vor dem ersten Beratungsgespräch helfen dabei. Danach sehen wir uns Ihren Bestand gemeinsam an und zeigen beide Wege mit ihren Vor- und Nachteilen.
Tipp für den Start
Fotografieren Sie auch das Innere der Unterschränke, vor allem unter der Spüle. Dort zeigen sich Feuchtigkeitsschäden zuerst.


